Koh Rong

Wenn Leute an Kambodscha denken, verbinden sie das Land wohlmöglich mit Angkor Wat und seinen atemberaubenden Tempelanlagen. Doch gibt es ganz im Süden auch eine traumhafte kleine Insel.

 

Koh Rong ist sehr naturbelassen und es existieren weder Straßen noch Autos. Wer der Insel also einen Besuch abstattet, der kann praktisch seine Schuhe auf dem Festland lassen.

 

Das einzige Beförderungsmittel sind die Boote, welche einen vom Festland zur Insel bringen. 

 

Koh Rong besteht aus purem Sand und einem tropischen Wald in der Mitte, durch welchen man zum gegenüberliegenden Ufer gelangt. Man sollte jedoch ein bisschen Ausschau halten, da die Insel auch das Zuhause vieler Schlangen ist.

 

Sie besteht aus einer kleinen Promenade im Sand mit vielen niedlichen Holzhüttchen, in welchen man Hotels, Restaurants und Bars findet. Diese geht ca. 700 Meter am Strand entlang. Läuft man weiter Richtung Norden, so wird der Strand allmählich ruhiger und man gelangt zu den etwas hochwertigeren Hotelanlagen. Doch diese Hotelanlagen unterscheiden sich vom Äußeren nicht viel von all den anderen niedlichen Holzhüttchen auf der Insel. Es ist mehr oder weniger die Inneneinrichtung und der Service welche einen Unterschied machen. Und natürlich ist man sehr für sich allein am anderen Ende der Insel, während man in den etwas preiswerteren Hüttchen Nahe der Promenade ist und natürlich mehr Menschen antrifft.

 

Viele der Hotels sind nicht im Internet registriert und man kann somit nicht im Voraus buchen. Aber ich würde empfehlen einfach erstmal auf die Insel zu fahren und vor Ort in Ruhe zu schauen, welches Hotel oder Hostel einen anspricht. Da man mit den Menschen dort auch handeln kann, kann man Glück haben, dass man es sogar um einiges günstiger bekommt als jene Hotels, welche man im Voraus bucht.

 

Am anderen und somit südlichen Ende der Insel befindet sich der sogenannte „Police Beach“ und ist etwas wie die lokale Stranddisko. Mit dem Meer als Tanzfläche kann man zu sehr guter Musik seinen Cocktail genießen, Menschen aus aller Welt kennenlernen und spektakulären Feuershows zuschauen. Und da es auf der Insel ein unfassbar schöner Anblick ist wenn Vollmond ist, und dieser sich im Meer spiegelt, finden regelmäßige Full Moon Parties statt.

 

Auch das Essen dort ist einfach so gut und natürlich, wie fast überall in Asien, sehr günstig.

 

Das lustige ist, dass Kambodscha zwei Währungen hat, einmal den kambodschanischen Riel aber auch den US Dollar, welches die Hauptwährung darstellt. Doch kaum einer nutzt das einheimische Geld.

 

In Koh Rong gibt es ein kleines Dörfchen ganz am Rande in der Nähe des Police Beaches, wo die Einheimischen leben. Dort steht ebenfalls eine kleine Schule und die Kinder sowie Eltern sind mehr als dankbar, wenn Reisende während ihrer Zeit dort als Volontäre ihre Hilfe zeigen. Ob es um Verschönerungsmaßnahmen, Schulunterricht oder allgemeine Tätigkeiten geht, jede Hilfe kann gebraucht werden. Die Einheimischen sind extrem freundlich und dankbar.

 

Koh Rong ist die perfekte Insel um zu entspannen aber auch um Menschen kennenzulernen, da alles sehr familiär ist. Egal in welchem Hotel man übernachtet, man ist nie weiter als 100 Meter vom Meer entfernt. Die frühen Morgenstunden eignen sich sehr gut um Yoga oder Frühsport zu machen oder einfach nur die Seele bei einem Strandspaziergang baumeln zu lassen.

 

Meines Erachtens nach war es nie zu überlaufen mit Menschen, auch in den mittags oder Abendstunden. Man kann den Strand und das Meer ohne großen Touri Stress genießen.

 

Das Wasser ist Kristallklar und an einigen Stellen auch zum schnorcheln geeignet.

 

 Entspannt, harmonisch und malerisch schön.

 

Wer tropische Inseln mag, ohne Verkehr, Smog und zu viel Tourismus der sollte Koh Rong nicht verpassen. Mit dem Flieger erreicht man die Hauptstadt Phnom Penh und von dort aus kann man einen Bus nach Sihanoukville nehmen (übrigens auch ein sehr schöner Ort, unbedingt ein Hotel in Otres Beach buchen). Ab da steigt man in das Boot nach Koh Rong.

 

Die Busfahrten in Kambodscha können ziemlich heikel sein und man sollte sich seelisch darauf einstellen eine nicht ganz so komfortable Fahrt zu haben, egal welche Busse man bucht. Das gleiche gilt für Auto oder Taxifahrten. Kambodscha ist ein sehr armes Land, was man an vielen Ecken und vor allem in den großen Städten spüren kann. Wenn ihr mehr Informationen dazu haben möchtet liest euch meine nächsten Blogeinträge durch. Eine Story über meine Erfahrung und Lehren in Süd Ost Asien ist bereits in Arbeit.

 

 


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