Der erste Schritt in die Freiheit und raus aus der mental sozialen Abhängigkeit

 

Es war einmal ein junges Mädchen, welches in einem kleinen Fischerdörfchen direkt am Meer lebte. Es hatte viele tolle Freunde, ein schönes Zuhause und einen märchenhaften Ort um sich herum.

 

Sie arbeitete viel und gerne. Sie pflügte Heu, half in der Küche, half den Fischern am Hafen und verkaufte selbstgemachte Kunst auf den Märkten. Sie war ein freudiger Mensch und probierte gern verschiedene Dinge aus. Die Menschen schätzen ihre ehrliche und lustige Art.

 

Doch trotz all dem Glück, fehlte es ihr stets an etwas. So fing sie hoffnungsvoll ein Studium an, mit dem Gedanken, dies sei der richtige Weg. Doch auch dadurch fand sie ihre Erfüllung nicht.  

 

Sie müsse weiterziehen, war jenes, was ihre innere Stimme zu sagen pflegte. Doch war die Angst stets größer als ihre Intuition.

 

Bis sie eines Tages der Mut packte, sie an die Hand nahm und mit ihr hinausging. Sie liefen durch Berg und Tal, über Wiesen und Felder, Wälder und Straßen. Immer mehr entfernten sie sich des Fischerdörfchens, bis sie eines Tages in einem zauberhaften neuen Ort ankamen, in welchem sich ihr Leben grundlegend ändern sollte…

 

 

 

In dieser Geschichte geht es darum, wie ich selbst vor vielen Jahren den Sprung aus der Angst in die Freiheit gewagt habe. Und damit meine ich mentale Freiheit und vor allem die Erweiterung meines Horizonts. Dieser hat sich im Laufe der Jahre immer mehr ausgedehnt und tut es immer noch, er hört nie auf zu wachsen. Doch zum damaligen Zeitpunkt ragte er gerade Mal über den Rand eines Camembert Käses (die 250 g Packung, nicht die 500g).

 

Sie geht um die Macht und den ewigen Kampf unserer Gesellschaft.

 

Und obwohl ich diesen Blog nicht dem Zeitstrahl nachschreibe, ruht diese Geschichte noch auf den unbewussten Anfängen meiner persönlichen Weiterentwicklung. Ich sage unbewusst, da ich jetzt- Jahre später, die Dinge wesentlich klarer und bewusster sehe als ich es noch damals getan habe. 

 

Denn vor einigen Jahren sah mein Leben bzw. meine Persönlichkeit noch ganz anders aus.

 

Meine ganze Jugend, bis fast zum Ende meiner Studienzeit, hatte ich ein verzerrtes Bild von mir selbst. Alles in meinem Leben drehte sich darum, was andere von mir denken. Fortdauernd dachte ich, dass ich dem „Ideal“ entsprechen muss. Also schlank, super hip gekleidet, intelligent und locker drauf sein damit andere mich mögen.

 

Nur war ich nie so schlank wie ich es sein wollte und fühlte mich somit auch in den hippen Klamotten nicht wohl. Und ich ging nun mal zur Realschule und viele meiner Freunde aufs Gymnasium. All das frustrierte mich ganz schrecklich und ich geriet immer mehr in eine Kette der Verzweiflung und Selbstmissachtung.

 

Manchmal habe ich mich so furchtbar hässlich gefühlt, dass ich meinen Spiegel einschlug und massive Wutanfälle bekam. Ich dachte, wenn ich nicht hübsch bin, so bin ich auch nichts wert und warum sollte sich denn jemand mit mir abgeben wollen.

 

Bevor es an den Wochenenden in die Nachtclubs ging, lief ich bereits Tage vorher in unzählige Läden um mir neue Klamotten zu kaufen, in denen ich erhoffte hübsch auszusehen. Mit Tonnen von Klamotten ging ich in die Umkleidekabinen, kaufte jedoch nur selten etwas. Nach 6 Stunden „shoppen“ war ich total ausgebrannt. Es strengte mich sehr an, aber ich wollte um jeden Preis gut aussehen.

 

Natürlich kam es so, dass ich mich an besagten Wochenenden trotz allem nicht wohlfühlte. Ich verglich mich mit all den Mädchen von denen ich überzeugt war, sie wären viel schlanker und begehrenswerter als ich. Manchmal bekam ich Wutanfälle in der Öffentlichkeit. Es gab Tage, an denen war ich so genervt, dass ich fremde Menschen grundlos beleidigte, oder ich ging auf die Toilette und habe bitterlich geweint.

 

Ich war sehr materialistisch eingestellt. Darauf bedacht das höchste Maß an Anerkennung zu bekommen, schaffte ich mir allerlei Dinge an. Doch ich nahm gar nicht wahr, warum mein Umfeld und vor allem meine Freunde mich wirklich mochten. Ich hatte viele wunderbare Freunde und diese schätzten mich wegen meiner Ehrlichkeit, meines Humors und meiner Liebe zu ihnen. Aber doch nicht wegen irgendwelcher Dinge. Doch ich wollte immer mehr und mehr, bekam nie genug. Mehr Dinge für noch mehr Aufmerksamkeit.

 

Manchmal wünschte ich in die Vergangenheit reisen zu können und mir selbst zu sagen, dass dies, was ich gerade erlebe, nur 10% von der Welt da draußen sind und noch so viel mehr auf mich wartet.

Die Hände fallen mir jetzt über dem Kopf zusammen wenn ich darüber nachdenke, wie ich noch vor einigen Jahren war. Doch in der Zeit bestimmte dieses Leiden nun mal meinen Alltag und einen Ausweg sah ich nicht. Ich habe es hingenommen, ‚so bin ich nun mal‘, dachte ich mir.

Und dabei war ich sehr hübsch und bekam bereits enorm viel Anerkennung. Jeder Mensch ist auf seine ganz eigene Art und Weise hübsch. Einfach jeder und das einzig und allein von Innen. Und vielleicht denken jetzt einige von euch „ach die alte Leier, von Innen hübsch, das kann ich auch nicht mehr hören.“ Aber versucht einfach mal, euch täglich einzureden, dass ihr wahnsinnig hübsch seid. Versucht mit geradem Rücken raus zu gehen und eure Gedanken nur auf positives zu fokussieren. Auch wenn ihr denkt, ihr belügt euch selbst, ich kann euch versprechen, dass ihr eine Veränderung sehen werdet. Vielleicht dauert es eine Weile, aber es kommt, das weiß ich jetzt.

 

Ich habe damals viel zu sehr von außen gesehen, so verbissen und verkrampft darauf perfekt zu sein, obwohl ich es schon war. Ich habe mich als fettes, hässliches Ding gesehen. Ja teilweise noch nicht mal als Mensch wahrgenommen. Ich war einfach nur da, ohne mir selbst die Erlaubnis zu geben, glücklich und stolz darauf zu sein wer ich bin. Es war unnötig und der Weg hinaus wäre so viel schöner gewesen, als auf diesem Stück Camembert Käse sitzen zu bleiben.

 

                                                                           Nur ein kleines Beispiel wie ich zu der Zeit aussah

Auf der anderen Seite besitze ich eine Art Naivität, welche mich hinsichtlich einiger Lebensdinge, wie Studium oder Job, gelassen gemacht hat. Eben alles, was nicht mit Emotionen oder zwischenmenschlichen Beziehungen verbunden war. Viele sagten zu der Zeit, dass ich ja so ein Glückspilz sei und stets alles bekomme was ich wollte. Und das stimmte auch. Ich machte mein Abi nach, bekam einen guten Studienplatz, hatte nie Geldprobleme und lernte immerfort wunderbare und sehr hilfsbereite Menschen kennen. Doch ich nahm all diese Dinge, all diese super positiven Dinge in meinem Leben nicht wahr. Ich schätzte sie in keiner Weise, da ich so versteift darauf war hübsch oder cool genug zu sein, einen Partner zu finden und mehr Anerkennung zu bekommen, als ich ohnehin schon bekam. Ich wollte einfach immer mehr, anstatt mit dem Wunderbaren glücklich zu sein, welches ich schon besaß. Durch meine ständige Partnersuche und das „nicht allein sein zu können“ geriet ich natürlich an viele Männer, die mich verletzten oder respektlos behandelten. Nun ja, wie kann ich Respekt und Liebe einfordern, wenn ich mich doch noch nicht mal selbst respektierte und liebte. Ich war in allen Lebenslagen nur auf dem Außen fixiert, eine Liebe nur zu mir selbst gab es nicht mehr.

 

Ich akzeptierte einfach wie es war, da ich nichts Anderes kannte. Ich sah keinen Ausweg, da mir keiner gezeigt wurde. Ich wusste einfach nicht, was die Welt noch zu bieten hatte. Mein Umfeld sah hauptsächlich die Karriere, die Ausbildung. So bin ich aufgewachsen, und das war mein Horizont. Weiter konnte ich nicht blicken.

 

Mir wurde die Sicht durch den Gesellschaftssturm und den Erwartungswolken versperrt.

 

Zu dieser Zeit war ich noch niemals in einem anderen Land gewesen oder habe fremde Kulturen kennengelernt. Noch nie hatte ich irgendetwas anderes gesehen als mein kleines Dorf Flensburg. Und wäre ich vom Herzen aus glücklich gewesen, so wäre es auch in Ordnung. Doch ich war unglücklich und nahm es einfach so hin. Ich fing mein Studium an, einfach nur um zu studieren und um anderen zu zeigen, dass ich nicht dumm bin. Ob es das war was mich glücklich machen sollte war nebensächlich, der Status war wichtiger.  Der Status, den uns die Gesellschaft vorgaukelt. Die Gesellschaft, welche der Grund für mein Leiden war.

 

Wer sagt uns wir müssen viel Geld verdienen, wir müssen Karriere machen, wir müssen gut ausgebildet sein, wir müssen ein Einser Zeugnis haben. Warum ist das bloß so wichtig?

Was ist mit Leidenschaft, Enthusiasmus und Liebe. Mit der Verwirklichung unserer Träume? Der Verwirklichung unser Selbst? 

In unserer Gesellschaft geht genau dies leider verloren. Was die Mehrheit sagt, das muss auch stimmen. Und dieser Glauben ist der größte Fehler, den die Menschheit nur begehen kann.

Das angebliche Wissen anderer annehmen, die Meinung der Medien verfolgen und dabei sein eigenes Herz völlig aus den Augen verlieren ist unser persönliches Unglücksurteil. Wie können wir selbst wachsen, wenn wir dem Glauben anderer mehr Aufmerksamkeit schenken, als unserem eigenen? Letztendlich ist doch das höchste was wir eigentlich erreichen wollen Glück. Und das ist so individuell wie nur irgendwas.

Der eine mag sein pures Glück darin finden, indem er ein großes Unternehmen leitet. Doch ein anderer mag sein großes Glück darin finden, indem er sich als Musiker am Strand ein paar Cent verdient, ein anderer wiederum indem er als verkleideter Kasper in Kindetheatern spielt oder einer, der leidenschaftlich als Act Model arbeitet. Es ist ganz egal was wir machen, nichts davon ist besser oder schlechter und nichts davon darf verurteilt werden. Wenn wir glücklich sind, mit dem was wir machen, so sollte es von jedem geschätzt und respektiert werden. Und nicht nur das. Es sollte bejubelt werden. Wenn wir doch nur jeden, der seinen Leidenschaften nachgeht, unterstützen würden und absolut hinter ihnen stehen, wäre die Welt ein besserer Ort und Armut wäre nicht mehr in dem Maße vorhanden, wie sie jetzt ist. Wir müssen Vertrauen in das Leben haben, dass das, was wir vom Herzen wollen unsere Bestimmung ist und dafür kämpfen, dass es in Erfüllung geht. Und dieses am besten schon im Kindergarten und viel wichtiger noch- in der Schule.

 

 Aber wir fließen mit dem Strom der Gesellschaft, nicht mit dem Strom des Lebens

 

Stets tun wir das, was von uns erwartet wird. Im besten Falle einen 9 to 5 Job in einem bekannten Unternehmen, mit Aufstiegschancen und einem guten Gehalt. Mag das Team nicht zu uns passen, mögen wir eine 70 Stunden Woche haben oder einen Chef, der uns nicht respektiert. Das alles ist nebensächlich, der Status ist doch viel wichtiger.

 

Wie gesagt, für einige ist dies Ihre Erfüllung und dagegen möchte ich gar nichts sagen. Aber so viele Menschen tun es eben nur, weil es von Ihnen erwartet wird und sie denken, damit haben sie das Lebensziel erreicht und werden glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Aber nach einer Stunde Arbeit schon auf die Uhr gucken zu müssen und sich fragen wann denn der Tag endlich rum ist, das ist für mich kein erfreutes und erfülltes Leben, sondern eine Qual, der sich so viele Menschen unterziehen.

Oder natürlich, sie haben Angst. Angst sich zu trauen jenes im Leben zu tun, was sie glücklich machen könnte. Doch was ist attraktiver? Ein Leben in ständiger Frustration mit der ewigen Frage „Was wäre wenn?“ Oder diese Qual abwerfen und einmal durch eine sehr dunkle Gasse hindurchgehen, doch am Ende die Schönheit des Lichts entdecken. Oder möchte man für immer in der grauen Stadt leben bleiben? Für immer auf 60% zu leben, anstatt auf 100%. Ein zutreffendes Zitat ist „Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.“ Banal doch wirkungsvoll, wenn man nur intensiv genug darüber nachdenkt.

 

                   Das Leben beginnt am Ende unserer Komfortzone.

 

Aber gegen die Angst ankämpfen, indem wir in unserem sicheren Schneckenhaus bleiben, und vor allem dem nachzugehen was alle machen, entfernt uns Menschen weiter vom Glück als es nur irgendwie geht. Die meisten laufen in eine ganz falsche Richtung um ihr Glück zu suchen, realisieren es nur leider nicht. Sicherer Job, sicheres Einkommen ist die Devise. Doch das ist auch das Urteil um in der Grauzone zu verweilen. Und sind sie jemals glücklich? Nein.

 

Doch ein solches Leben zu führen, erscheint der Gesellschaft als so vollkommen, dass man es schon fast als fanatisch bezeichnen kann. Schon immer gab es Menschen, welche anders waren. Welche mehr im Leben sahen als der Gesellschaft zu folgen. Deren Horizont sich auf all die weiteren Zauber des Lebens ausbreitete. Doch wurden diese entweder als Hexen verbrannt, als Verbrecher erhängt oder wurden berühmt wie Albert Einstein oder Gandhi. Doch jeder von ihnen ging als Außergewöhnlich in die Geschichte ein.

 

Albert Einstein wurde als hyperintelligent angesehen, als jemand so schlau, dem niemand das Wasser reichen könnte. Und dabei ist er mit der Relativitätstheorie nur unserem Leben ein Schritt nähergekommen. Unserem Leben, welches in jedem von uns steckt und somit beantwortet sich die Frage von selbst, dass wir alle ein Stückchen Albert Einstein sein können.

 

Doch die Gesellschaft sagt uns wie wir schlau oder weise sein können. Indem wir studieren, uns bilden, einen guten Job haben, Karriere machen und gutes Geld verdienen, so werden wir schlau und bekommen Anerkennung. Und dabei ist es genau dieses Denken, was uns irremacht. Natürlich ist es toll etwas Derartiges zu machen, wenn man es denn auch aus tiefster Seele möchte. Und wenn nicht, wenn man vielleicht lieber Musiker wird, Zauberer, Hausmädchen, Zeichner oder Dichter so ist auch das wunderbar und sollte das gleiche Maß an Respekt bekommen, wie auch alles andere. Jeder von Ihnen hat seine ganz eigene bestimmte und wichtige Aufgabe im Leben. Jeder von ihnen kann durch seinen Job anderen helfen glücklich zu werden. Doch so oft sind wir einfach im falschen Bereich und merken es gar nicht. Wir denken wir seien nicht schlau genug und geraten in diesen Kreis voller Selbstzweifel, welcher immer größer wird, wenn wir nicht hinausgehen. Es ist wie bei dem tollen Sprichwort „Wenn du einem Fisch versuchst das fliegen beizubringen, so wird er immer denken er sei dumm.“ Um nicht auch in diesem Hamsterrad zu verweilen, müssen wir also dort raus.

 

 Doch Vorurteile und soziale Abhängigkeit mit der daraus resultierenden Abgabe unserer eigenen Willensfreiheit, macht uns zu blinden Menschen.

 

Klug ist derjenige, welcher tut was sein Herz ihm sagt. Welcher Mitmenschen bei der Umsetzung Ihrer Träume unterstützt und Liebe gibt. Welcher in keiner Weise der Gesellschaft horcht und sich über alles im Leben zuerst ein eigenes Bild macht, bevor er urteilt.

 

Ich denke eines der schlimmsten Sünden, welche wir begehen können ist urteilen, ohne Mitgefühl und eigene Meinung. Wissen wir denn warum eine Situation ist wie sie ist? Wissen wir warum ein Mensch handelt wie er handelt? Bevor wir das nicht hinterfragen und eine triftige Antwort gefunden haben, dürfen wir einfach nicht urteilen. Und in jeder Situation sollten wir uns ganz genau hinterfragen- ist es auch wirklich das, was ich denke?  Warum schließen wir uns nur so häufig anderen Meinungen an, wenn es im Inneren gar nicht die unsere ist.

 

Aber mitlaufen, sich Anderen anschließen erscheint uns als richtig und vor allem als einfach. Gefühle der Verurteilten werden ganz außer Acht gelassen. Es ist ja so einfach, sich selbst keine Gedanken darüber zu machen, warum der andere handelt wie er handelt.

 

Verurteile niemals Menschen, deren Geschichte du nicht kennst oder deren Hintergründe dir unklar sind.

 

Doch das macht die Gesellschaft und bemerkt gar nicht, wie sie unschuldige und gutmütige Menschen damit verletzen. Hauptsache sie haben was aus dem Nähkästchen zu plaudern oder zerkratzen ihr eigenes Ego nicht.

Es ist Feigheit und Faulheit, nur 2 Eigenschaften von vielen, die aus unserem Leben verbannt werden sollten.

 

Wir sind nicht klug, weil wir ein paar Computersysteme beherrschen, ein gutes Zeugnis haben oder studierten. Jeder kann lernen mit einem Computer umzugehen. Jeder kann lernen, sich sogar in sehr komplexe Systeme hineinzuarbeiten. Das ist alles eine Sache des Trainings. Alles Theoretische im Leben kann gelernt werden, von jedem, überall. Die einen brauchen länger und die anderen benötigen weniger Zeit.

Was viele jedoch vergessen sind die Werte im Leben. Wo sind die Empathie und das Auge für das Leben geblieben, vor lauter lernen? Wo ist das Mitgefühl geblieben, vor lauter Selbstsucht. Wo ist das Miteinander, vor lauter Habgier? Warum denken die Menschen nur sie werden klug und am Ende sogar glücklich, durch Arbeit und theoretisches Wissen, Geld und Dingen. Denn genau diese Menschen, und somit ein Großteil aller auf dieser Welt, werden niemals glücklich, da sie die falschen Werte im Leben verfolgen und das Karma uns immer nur das zurückgeben kann, was wir hinausgeben.

 

Wir sind klug aus unserer reinen Lebenserfahrung, aus unserer Liebe welche wir versprühen und aus unseren guten Taten, welche wir für andere tun. Unsere Seele, mit welcher wir geboren werden ist bereits klug. Alles andere ist bloßes Wissen welches wir uns aneignen. Darum ist der klügste in meinen Augen, wer in Liebe lebt, wer mit dem Herzen und ohne jegliche äußeren Einflüsse denkt. Wer seinen Verstand als Hilfe benutzt und sein eigenes Ego zugunsten anderer wegsteckt.  Zu diesen Menschen ist aufzuschauen, auf diese Menschen darf man neidisch sein. Aber doch bitte nicht auf jene, welche ein prallgefülltes Bankkonto haben und mit ihrem Cabrio durch die Straßen Mallorcas fahren oder mit ihrem Armani Anzug ihre Mitarbeiter herumkommandieren. Aber- „Der hat’s geschafft.“

 

Forrest Gump sagte in seinem Film „Ich bin kein kluger Mensch, aber ich weiß was Liebe ist,“ aber damit lag er so falsch. Er IST ein kluger Mensch, WEIL er weiß was Liebe ist.

 

Natürlich ist es schwierig umzudenken und Dinge plötzlich aus anderen Blickwinkeln zu sehen. Doch ist es auch so hilfreich, erleuchtend und schön. Es lohnt sich diese Bemühungen auf sich zu nehmen.

Lange genug machte auch ich den Fehler, der Gesellschaft Aufmerksamkeit zu geben, und dies in vollem Maße, wie ich ja im oberen Teil beschrieben hatte. Und das ist nur ein kleiner Teil wie man gesellschaftlich abhängig wird.

 

Ein kleines Beispiel ist ebenfalls das Fernsehen. Wer sagt uns, dass wir all dieses Wissen haben müssen? Warum müssen wir uns diese schrecklichen Nachrichten angucken, wo nur furchtbare Ereignisse gezeigt werden. Wird die Welt dadurch besser? Nein sie wird nur noch schlimmer. Natürlich muss bei einigen Dingen hingeschaut werden wie Armut oder einige politische Ereignisse. Doch muss wirklich jeder Unfall, irgendwelche sinnlosen klein kriminellen Geschichten aber auch Vergewaltigungen und Morde oder Krankheiten gezeigt werden? Den Menschen Angst machen raus zu gehen. Ihnen Angst machen Krankheiten zu bekommen? Das was wir denken das passiert auch meistens. Und so ist es sogar belegt, dass Menschen häufiger krank sind, wenn sie Krankheiten sehen oder mit ihnen in Verbindung kommen. Warum schauen wir denn da überhaupt noch hin? Warum geben wir diesen negativen Dingen, welche unseren Alltag unbewusst so sehr beeinträchtigen, bloß so ein riesen Maß an Aufmerksamkeit. Indem wir dann ja angeblich „vorsichtiger“ durchs Leben gehen, ziehen wir diese Dinge doch nur noch mehr an. Unsere Angst, Opfer einer Straftat zu werden, wird so häufig bloß der Medien wegen erzeugt. Und so ist es wie mit den Krankheiten. Denken wir daran, krank zu werden, so werden wir es. Leben wir ein Leben in ständiger Angst, so passieren uns auch nur schlechte Dinge. Nur durch einen bewussten Wandel unserer Gedanken und Gefühle ist es möglich ein friedvolleres und sicheres Leben zu führen.  

 

Zeigen wir doch mehr von den gesunden Menschen, den Träumern und Visionären unter uns, und geben ihnen eine Chance. Denn das sind die Menschen, welche die Welt in eine bessere verwandeln können. Zeigen wir die Teile der heilen Welt im Fernsehen, anstatt die kaputten. Dies würde uns alle positiver stimmen und dafür sorgen, dass weniger Frustration auf der Erde herrscht und somit auch weniger Kriminalität, da die Menschen glücklicher wären und wieder neuen Mut für das Leben schöpfen. Aber wie können sie das bei diesen Horrornews jeden Tag? All das, auch wenn es uns oberflächlich kalt lässt, setzt sich im Unterbewusstsein fest und hindert uns daran, positiver zu denken und zu handeln, ganz unbewusst. Wenn schon der Weltschrecken im Fernsehen gezeigt wird, dann doch bitte etwas, was uns die Augen öffnet, etwas wo wir selbst der Welt helfen können, eine bessere zu werden. Millionen von Tieren weltweit müssen qualvolle Tode erleiden und das sind nicht nur diejenigen, welche bei uns auf den Mittagstellern landen. Ich werde irgendwann darüber einen extra Text verfassen, deshalb mag ich das Thema jetzt nicht zu sehr ausweiten. Aber zeigen wir doch mehr über die Qual, welche sich Tier und Mensch weltweit unterziehen müssen. Lasst uns dafür sorgen, dass diese Täter eingesperrt werden und nicht diejenigen meist friedvollen, welche ein paar Gramm Marihuana in der Nachbarschaft verkaufen.

 

Und auch immer noch fällt es mir manchmal schwer, alles außen einfach kalt zu lassen, doch das aller wichtigste, was wir niemals vergessen dürfen, ist unser Herz und das wir unsere letztendlichen Entscheidungen nur aus tiefstem Herzen treffen sollten. Unser Verstand ist ein reines Konstrukt gesellschaftlicher Normen und verzerrt unsere Wahrheit. Ist er klar, so kann er dem Herz als Hilfe zur Seite stehen, doch entscheiden sollte das reine Herz, der Bauch.

 

Ein wahnsinnig toller Film zu diesem Thema, welcher auf einer wahren Begebenheit beruht ist „Into the Wild“. Ein junger Kerl, der sich nach seinem Schulabschluss ohne Geld oder jegliche Materialien komplett der Gesellschaft entzieht, und allein in die Wildnis geht. Leider hat er den Entzug etwas zu gut gemeint.

 

Denn natürlich brauchen wir Menschen und Gesellschaft um uns herum. Wir sollten nur aufpassen, dass es jene Menschen sind, die im selben Bus sitzen wie wir.

 

Wir müssen achtsam sein, trotz deren Ansichten unsere eigene beizubehalten.

Doch selbstverständlich ist die Gesellschaft auch da, um zu helfen. Nur müssen wir von allen Auslegungen auch selbst tiefsten Herzens überzeugt sein, und sie nicht nur annehmen, weil man sich denkt, dass es wohl richtig ist. Somit verschwindet Stück für Stück die eigene.

Und im Gegenzug sollte auch die Gesellschaft natürlich Respekt vor Ihren Mitmenschen haben. Wir können alle Ratschläge geben, doch niemanden unter Druck setzen dies auch zu tun. Wir müssen die Willensfreiheit und die Meinung eines jeden auf dieser Welt akzeptieren und respektieren um gute Beziehung zu erschaffen. Erwartungen und Verpflichtungen dürfen nicht existieren, sondern nur das reine Miteinander und die Akzeptanz.

 

Hören wir doch auf, unseren Mitmenschen vor Verpflichtungen zu stellen und sie damit unter Druck zu setzen.

 

Warum nur das sehen was sie nicht machen, anstatt das, was sie machen?

 

Legen wir doch bitte unseren Fokus auf die Dinge die sind und nicht die, die nicht sind. Es ist so wichtig für gute zwischenmenschliche Beziehungen.

 

Reine Annahme, keine Erwartungen. Reine Dankbarkeit, ohne jeglichen Stolz oder Ego. Denn diese beiden Komponenten können eine jede Beziehung zerstören. Zwischenmenschliche Beziehungen könnten durch die reine Dankbarkeit des Seins so viel schöner und reiner sein. Ohne Druck irgendwelche Verpflichtungen zu haben, entspannt man sich und eine ganz neue Ära einer zwischenmenschlichen Beziehung kann aufgebaut werden. Das Wissen und das Vertrauen tritt ein, das ein Mensch da ist, egal was passiert. Doch stellt man ihn vor Verpflichtungen, so fühlt man eine gewisse Abhängigkeit und man steht unter Druck, dass wenn diese Verpflichtung nicht erfüllt wird, etwas geschehen könnte. So sollten Beziehungen und Freundschaften nicht sein. Verständnis, Akzeptanz und Annahme, ohne jegliche Verpflichtungen und Vorwürfe und vor allem, rein ohne Ego und Stolz. Nachtragend zu sein, ist eines der schlechtesten Eigenschaften für die eigene und für andere Seelen. Es lässt stets einen Teil Erregung in uns und sorgt dafür, nicht rein zu sein und somit auch nicht glücklich. Verzeihen, egal was jemand gemacht hat, ist eines der stärksten und machtvollsten Dinge. Was nicht heißt, dass wir uns mit bestimmten Menschen, die uns nicht guttun umgeben sollten, doch sollten wir trotzdem vergeben um uns und die Welt frei und damit auch zu einer besseren machen.

 

 

Während all der Kämpfe mit mir selbst und der Gesellschaft brach mein Selbstwertgefühl damals immer mehr zusammen. Ich fühlte mich schwach, hatte keine Liebe und keinen Respekt mehr vor mir selbst. Ich konzentrierte mich nur auf die Dinge, von denen ich dachte, dass andere sie toll finden. Und dabei dachte ich es nur, ich hatte noch nicht einmal die Bestätigung, dass es wirklich so war. Ich machte nicht, was ich eigentlich wollte. Ich hatte keine Träume und nahm mein Herz und seine Wünsche nicht mehr wahr. Ich vergaß zu leben, sah mich nirgendwo in der Zukunft. Ich hatte einfach kein inneres Bild mehr vor Augen und bin ein Mitläufer geworden. Ich machte mich selbst so klein und sagte mir unentwegt, dass ich nicht genug wäre um glücklich zu sein.

 

Durch all den Frust hat mir die Motivation gefehlt, tatsächlich etwas zu ändern, Sport zu machen, raus zu gehen, mir helfen zu lassen. Meine Unzufriedenheit wurde immer größer, so dass irgendwann angst daraus wurde. Schon beim Aufstehen sorgte ich mich sehr um meine Familie und brach in Panik aus, dass etwas passiert sein könnte. So verlief jeder Tag und ich telefonierte mindestens 2- bis 3-mal täglich mit meiner Familie oder besuchte sie, nur um mich zu vergewissern, dass nichts passiert sei.  Dies ging so weit, dass es irgendwann auf mich überging. Ich litt an Panikattacken und bildete mir Krankheiten ein. Täglich dachte ich, heute muss ich sterben und bin etliche Male einfach Zuhause geblieben. Und so wurde die Angst von Tag zu Tag schlimmer, da ich versuchte mich gegen sie zu wehren, indem ich Zuhause blieb.

 

                                                                     Ich verlor mich Selbst, Stück für Stück an meinen Verstand.

 

Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass die Verbesserung und eben ALLES nur in meinen Händen lag. Ich wartete auf etwas, aber es kam nichts.

 

    Es wird nie etwas kommen, solange wir selbst nicht den ersten Schritt der Veränderung machen.

 

Es ist nie zu spät etwas zu ändern. Das wichtigste ist nur, den Glauben an uns selbst nicht zu verlieren. Wir sind alle schlau, wir haben alle Fähigkeiten etwas Tolles zu tun. Jeder von uns. Wir sind schon fähig auf die Welt gekommen. Wir dürfen uns nur nicht aufgeben und müssen vor allem darauf aufpassen, wie wir mit uns selbst reden bzw. was wir über uns selbst denken. Und die wichtigste Instanz, was unser Herz sagt. In welchen Situationen tanzt unser Herz. Wo fühlen wir uns lebendig. Wo und in welchen Situationen können wir ganz wir selbst sein, ohne zu denken und ganz ohne Druck. Was in unserem Leben gibt uns das Gefühl zu fliegen. Wir sollten uns so oft wie möglich in diese Situationen begeben und sie niemals aufgeben.

 

Der Respektaufbau zu unserem eigenen ich und das bewusste greifen nach jenen Dingen, welche unser Herz zum Lachen bringt, ist somit ein Anfang Richtung Besserung. Ein Werkzeug dafür wäre uns selbst Ziele zu setzen und diese auch durchzuziehen. Und sei es nur der regelmäßige Sport oder der Verzicht auf Schokolade. Je nachdem was wir eben gerne möchten im Leben. Wenn wir Leidenschaften haben wie zum Beispiel backen, dann lass es uns nicht einmal die Woche, sondern drei Mal die Woche tun, so machen wir auch noch die Nachbarn mit unserem Kuchen glücklich. Haben wir das geschafft, wächst unser Selbstwertgefühl schon ein kleines Stückchen. Danach können wir uns ein größeres Ziel setzten und größer und größer. Wir werden staunen, wie wir uns verändern, was den uns selbst nur noch mehr verstärkt. Wir fühlen uns Stück für Stück zu mehr in der Lage.

 

Und sollten uns jetzt noch die finanziellen Mittel fehlen, so müssen wir Geduld und Vertrauen haben. Wir sollten auf unsere Träume hinarbeiten und sie nicht herbeizaubern, dass sie Morgen in Erfüllung gehen. Unser Weg wird immer das Ziel sein und das realisieren wir, sobald wir anfangen ihn zu gehen. Als Dank vom Leben öffnen sich stets neue Türen.

 

Wir sollten uns immer wieder bewusstmachen, dass wir irgendwann einmal sterben. Das kann sogar schon Morgen passieren. Unser Leben ist viel zu kurz um es nicht auszukosten. Dafür sind wir hier. Wir müssen einfach unsere Angst überwinden und vertrauen. Ja wir möchten doch nicht sterben und Reue empfinden und uns vorwerfen, warum wir nicht unseren Träumen und unseren Bestimmungen nachgegangen sind, warum wir ein tristes und graues Leben zugelassen haben und wie einfach es eigentlich gewesen wäre, dies zu ändern.

Wir müssen aufhören uns in unserem Selbstmitleid zu suhlen, wie böse es das Leben es mit uns meint und auf Mitleid hoffen. So wird es nur noch schlimmer. Und glaubt mir, ich spreche da wirklich aus Erfahrung.

 

Machen statt nur hoffen. Aktion statt Schlafen.

 

Wenn wir den ersten Schritt in Richtung Veränderung machen, egal in welcher Form, wird uns das Leben beistehen, zu jeder Sekunde.

Dazu werde ich noch sehr viel in meinen anderen Geschichten erzählen.

 

Entgegen all meiner Ängste und Sorgen, habe ich damals ein Praktikum im 900 km entfernten München angenommen und wagte mich hinaus, in eine unbekannte Umgebung. Dies stellte sich als beste Entscheidung meines Lebens heraus. Denn das war nur der Anfang, womit ich nach und nach meinen Lebensweg gefunden habe. Ich habe neue Menschen kennengelernt und dadurch ganz andere Impulse und Inspirationen gewonnen, die ich Zuhause niemals bekommen hätte. Ich hörte Geschichten von spannenden und abenteuerreichen Reisen, welche ich niemals zuvor in dieser Art gehört hatte. Mein Horizont erweiterte sich. Und manchmal nur, indem ich plötzlich andere Dinge wahrnahm. Ich sah sie nicht im Fernsehen, was für mich sowieso das am weit entfernteste Gerät unserer Seele ist. Ich sah sie in echt.

 

                     Ich konnte alte Gebäude mit all ihrer Geschichte spüren und verinnerlichen. Ich konnte sie fühlen.

 

Ich sah bunte Vögel auf meinem Balkon, welche ich noch nie zuvor sah. Das allererste Mal in meinem Leben sah ich die Berge. Die Berge. Ich wiederhole dies, da die Berge damals ein Gefühl von Liebe in mir weckten. Ein Gefühl von Heimat und Geborgenheit. Sie kamen mir heilig vor. Sie sagten mir, dass ich nun anfangen werde zu leben. Ich weiß gar nicht warum ich das Gefühl damals hatte. Aber ich weiß auch noch, dass es mich dorthin gezogen hat.

Als ich meinen ersten freien Tag in München hatte, setzte ich mich in den nächsten Zug nach Garmisch Patenkirchen. Schon die Fahrt selbst war einzigartig. Das, was ich bisher nur aus dem Fernsehen kannte wurde plötzlich real und war so viel schöner als ich es je gedacht hätte. Und ich war allein.  Das erste Mal erlebte ich etwas allein. Ein solch tolles Ereignis nur mit mir selbst zu teilen war ein Segen und ein Gefühl, was ich vorher nicht kannte. Und es war etwas, was ich vorher nie getan hatte. Ich bin niemals nur allein irgendwo in die Natur, zum Spazieren oder ähnliches gegangen. Heute brauche ich es und gehe manchmal viel lieber allein auf Entdeckungsreise. Man hat Zeit, all die schönen Dinge zu verinnerlichen und ein Stückchen mehr zu sich selbst finden.

 

Ich kann es nur wärmstens empfehlen, für die unter euch, welche nicht allein rausgehen. Macht es einfach mal, und wenn es nur eine Sightseeing-Tour durch eine naheliegende Stadt ist oder ein Spaziergang im nächstliegenden Naturpark.

 

Hätte ich mich damals nicht getraut, würde ich dieses Gefühl wahrscheinlich bis heute nicht kennen. Ich blühte auf und war freudiger als jemals zuvor. Plötzlich spürte ich, wie viel die Welt zu bieten hat. Und ich wusste, dass dies nur ein ganz kleiner Teil war.

 

Zuhause wäre ich immer im altbekannten geblieben, umzingelt von dem, was ich kenne ohne dem Wissen, dass es noch so viel mehr gibt.

 

Man wird faul in seiner Komfortzone. Man denkt sich warum sollte ich etwas verändern, es geht mir doch gut. Und ganz klar gibt es Menschen die nicht raus wollen, die nichts verändern möchten, weil sie wunschlos glücklich sind. Und das ist auch in Ordnung. Doch ist da nur ein kleiner Funken welcher sich nach etwas Anderem sehnt, dann verliert keine Zeit. Und auch wenn ihr eure Träume noch nicht kennt. Das Leben wird sie euch vorstellen, ihr müsst es nur zulassen und den Weg aus der sicheren Blase finden. Angst gehört nun mal zum Leben wie auch Liebe. Wir müssen beides erfahren, um das eine und andere wahrnehmen zu können. Ohne Angst könnten wir keine Liebe wahrnehmen. Wir können lieben, doch könnten wir nicht die pure Freude empfinden, welche in ihr liegt, da sie ohne Angst normal wäre.

 

Ich bitte euch, geht durch die Angst hindurch. Habt ihr Flugangst, dann setzt euch in den nächsten Flieger!! Angekommen am anderen Ende werdet ihr nicht nur erstaunt über den neuen Ort sein, ihr werdet auch unfassbar stolz auf euch sein, was ein so positives Gefühl des Glücks herbeiruft und uns immer wieder ein Stückchen stärker macht. Auch ich habe Flugangst. Und ich kann gar nicht mehr zählen wie oft ich schon in Flugzeugen saß, und jedes Mal ist es ein neues, tolles Abenteuer.

Habt ihr Angst arbeitslos zu werden? Habt Vertrauen. Das Leben wird euch niemals im Stich lassen, solange ihr es nicht selbst aufgebt. Und wenn ihr auch in den furchtbarsten, dunkelsten Tagen den Glauben nicht aufgebt wird es zur richtigen Zeit da sein, um zu helfen. Und es dankt euch. Findet ihr den Mut rauszugehen, auch wenn es noch so schwierig erscheint, wird etwas kommen was euch auffängt. Etwas Tolles wird passieren, das verspreche ich euch. Geht ihr den ersten Schritt, wird das Leben euch dafür belohnen. Nichts im Leben ist unmöglich.

 

Als ich damals trotz Angst, Panik und Unwohlsein gegangen bin, habe ich ohne nachzudenken gehandelt. Ich habe einfach JA gesagt, ohne abzuwägen ob es richtig oder falsch ist. Ohne Pro und Contra aufzustellen. Ich habe das Leben einfach machen lassen, ihm vertraut, dass schon alles gut werden wird. Und was war, es wurde besser als nur gut.

Schon in den ersten Tagen über wiegten all die schönen und neuen Eindrücke mein Gefühl von Angst. Natürlich ist es nicht von heut auf morgen verschwunden. Es hat eine lange, lange Zeit gedauert. Und ganz selten spüre ich sogar heute noch Spuren meiner damaligen Panik. Doch sah ich plötzlich wieder das Licht, welches mit der Zeit immer größer wurde. Dieses wunderbare Licht des Lebens, welches so viele Jahre einfach nicht mehr präsent war.

Damals lernte ich andere Menschen kennen welche mir durch Ihre eigenen Geschichten neuen Lebensmut machten. Abenteurer, wie ich auch immer einer sein wollte, auch wenn ich es damals noch nicht wusste. Diese inspirierten mich Schritt für Schritt, meine Träume zu verwirklichen. Träume, von denen ich vorher gar nicht wusste, dass ich sie hatte.  Ich glaube ganz fest daran, dass alles so passieren soll wie es kommt, und meine Bestimmung war es eben, raus zu gehen um auf den richtigen Weg zu gelangen.

 

                              Aus der konstanten grauen Linie, ohne wirklich krasse Höhen und Tiefen, bin ich hinaus ins offene Meer.

    

Ich bin durch viele negative Gefühle hindurch, wie durch einen Sturm. Manchmal blieb dieser Sturm lange, sehr lange da. Doch weiß ich, dass er auch immer zum Ende kommt.

 

                          Und am Ende eines jeden Sturmes kommt diese wunderschöne Stille 

 

Dieses einzigartige, befriedigende Gefühl, welches ohne den Sturm nicht existieren würde. Diese Stille, die einem vermittelt wie zauberhaft das Leben ist. Diese Stille schenkt Erleichterung und Freude, Frieden und Harmonie.

All das sind Gefühle, welche wir selten erleben, wenn wir in unserer Blase bleiben. Freude und Erleichterung. Super tolle positive Gefühle die viel zu wertvoll sind, um sie nicht zu erleben.

 

Aber um Erleichterung zu spüren, brauchen wir Belastung. Um Freude zu erfahren müssen wir auch Angst kennen und um Frieden und Harmonie zu fühlen brauchen wir Unstimmigkeiten. Wie können wir uns über etwas freuen, wenn wir doch gar nicht die Gegenseite dazu kennen. Wir brauchen schlechte Tage, um die guten genießen zu können. Aber wir können die guten Tage nur genießen, wenn wir diese auch zulassen, wenn wir aus unseren Löchern herauskommen und eine mögliche darauffolgende schlechte Phase in Kauf nehmen.

 

Geschieht aber alles nur auf einer Ebene, das heißt in unserer Komfortzone, so bewegt sich nichts. Verläuft die Herzlinie eines EKG`s im Krankenhaus gerade, so bedeutet es den Tot. So ist es auch im Leben. Ohne Hoch und Tiefs leben wir nicht mehr.

 

Bleiben wir in unserer Blase, bekommen wir die Relativität nicht in dem Maße, in welchem sie Gefühle auslösen kann. Wir verweilen einfach nur, ohne das etwas geschieht und denken, wir wären glücklich.

Und rückblickend betrachtet, hat alles Negative in meinem Leben, vor allem die Angst, etwas Gutes gehabt. Denn sie hat mich erinnern lassen, mich geprägt und auf meinen Lebensweg geleitet. Das Leben mit all seinen Hoch und Tiefs hat aus mir einen interessanten Menschen gebastelt, so wie das Leben es mit uns allen tut, nur dass wir manchmal wirklich Tomaten auf den Augen haben.

 

Und dadurch, dass ich nicht mit dem Strom schwimme, bekomme ich natürlich auch viel Kritik. Sicher kennen es die Leute unter euch nur zu gut, welche auch viel Reisen oder einfach ihr eigenes Ding machen. Wir erleben nun mal andere Dinge als unsere Menschen zuhause. So oft wurde ich gefragt, wovor oder warum ich denn weglaufe? Weglaufen! Aber ich laufe doch nicht weg, ich lebe! Und in deren Augen mag es wie eine Flucht erscheinen, doch ist es keine Flucht, sondern meine konkrete Entscheidung, nicht der Norm zu entsprechen und dem Fluss der Gesellschaft nachzugehen und von ihr abhängig zu werden. Soll ich mir jetzt einen sicheren Job suchen, um in die Rentenkasse einzuzahlen? Um Mit 70 Jahren, wo ich nicht mehr fit bin ein kleines bisschen mehr Geld zu haben. Oh bitte. Ich weiß doch gar nicht ob ich mit 50 überhaupt noch lebe. Ich weiß aber, dass ich jetzt lebe, jetzt gesund und fit bin und jetzt das machen kann was ich möchte! Und das ist alles, aber doch sicher nicht mich darum zu sorgen was in 40 Jahren passiert. Sondern eher mit voller Lebensfreude in die nächsten 40 Jahre blicken, anstatt mit der Sorge nicht genug Geld haben zu können.

 

Ich möchte euch ein kleines Beispiel zum Thema Glück nennen. Wie ich ja schon erwähnte, mag ich gerne Märchen. Und so schaute ich mir vor kurzem den Film Hans im Glück an. Sicher kennt ihn ein jeder von euch.

 

In dieser Geschichte wird noch einmal verdeutlicht, wie unwichtig „Dinge“ sind und wie wertlos die Meinung anderer.

 

Hans tauscht einen riesen Goldklumpen, welchen er für seine Arbeit erhielt, gegen ein Pferd da ihm der Klumpen zu schwer ist und das Pferd ihm mehr Leichtigkeit verschafft. Nachdem das Pferd ihn aber abwirft, tauscht er es gegen eine Kuh, da diese Milch gibt und er niemals durstig wird. Nachdem er feststellt, dass diese keine Milch gibt, tauscht er sie gegen ein Ferkel. Er freut sich dieses zu essen, doch würde das Wachstum zu lange dauern also tauschte er es gegen eine Gans, welche er kurze Zeit später gegen einen Bimsstein tauschte. All die Außenstehenden hielten ihm natürlich vor, dass seine Täusche furchtbar schlecht waren und er jedes Mal an Wert verlor. Doch verstanden sie nicht, dass sein Wert ganz woanders lag. Das Pferd gab ihm Leichtigkeit, die Kuh Milch und Käse, das Schwein Fleisch, die Gans Geflügel und Federn und der Stein eine Arbeit. Er sah einzig und allein den Wert, welchen er in dem Moment hatte. Er verglich nicht. Jedes der einzelnen Dinge war auf seine Weise etwas wert. Weder mehr oder weniger als das andere. Bei jedem Tausch hätte er nicht glücklicher sein können. Als er letztendlich den Stein wegwarf, da dieser untragbar wurde, machte er einen Luftsprung und jubelte und feierte, dass er endlich frei sei. Frei von aller Last. Er besaß nichts mehr, doch war er der glücklichste Mensch auf der Welt.

 

 

Ich habe lange dafür gebraucht, mich zu entscheiden über welche Themen ich zu Beginn schreibe. Und eines der Gründe, warum ich so lange brauchte war, dass ich eine Reihenfolge im Kopf hatte. Ich wollte am Anfang, also so gesehen dort anfangen, wo meine Geschichte begann. Doch immer und immer wieder löschte ich Texte oder machte mir einfach viel zu viele Gedanken. Ständig flogen mir andere Ideen in den Kopf, über die ich spontan gerne schreiben wollte. Und genau das mache ich jetzt. Ich habe mich von der Reihenfolge gelöst und schreibe frei aus dem Gefühl. Letztendlich geht es mir darum, dass ihr versteht was ich mit jeder einzelnen Geschichte sagen möchte. Denn jede einzelne hat etwas zu erzählen, hat eine Pointe.  Es wird immer mehr zu einem großen Ganzen, doch muss ich dafür nicht von vorne anfangen, da ich in jeder natürlich auch ein wenig auf die Vorgeschichte eingehen werde.

 

Zu dem Thema achtsame Lebensführung möchte ich euch einen Buchtipp geben. Es ist sehr einfach geschrieben und somit perfekt um einen Einstieg zu wagen. Am Ende wird es so wahnsinnig schön und regt dazu an, seinen eigenen Träumen nachzugehen. Der Titel heißt „5 Dinge die Sterbende Menschen am meisten bereuen“ von der Australierin Bronnie Ware. Eine ganz wunderbare Frau, welche sich nach vielen Abenteuern in ihrem Leben dazu entschied, mit sterbenden Menschen zu arbeiten. Diese erzählten ihr, welche Gedanken sie kurz vor dem Tod haben aber vor allem, was sie am meisten bereuen in ihrem Leben nicht getan zu haben.

 

In meiner Rubrik Bücher und Co. findet ihr Links zu meinen Empfehlungen, passend zu den jeweiligen Blogeinträgen. So auch wundervolle Lieder, welche ihr euch direkt auf meiner Homepage, aber auch bei Youtube anhören könnt. Diese passen von den Lyrics zu den einzelnen Texten und machen euch hoffentlich auch so gute Laune wie mir.

 

Ich hoffe sehr, dass euch mein erster Eintrag gefallen hat und würde mich super freuen, wenn ihr mir weiter folgt. Vielleicht gefällt euch ja auch mein Hörspiel der einzelnen Blogeinträge, welches ihr natürlich auf meiner Homepage aber auch bei Spotify und Youtube unter dem Namen „Life on the Rocks“ findet. Ich freue mich enorm, wenn ihr mir auch auf Facebook, Instagram und Twitter folgt. Die Links sind auf der Startseite meiner Homepage zu finden.

 

Bitte schaut auch in meine anderen Rubriken. Da ich leidenschaftlich gern bastle und mich kreativ total auslebe, gern aus alten Dingen neu mache und mein Herz auch beim Handwerken aufgeht, habe ich auch da eine spezielle Kreativ Rubrik mit Bildern von all meinen handgemachten Kreationen erstellt. Diese wird, sowie die ganze Homepage und die Blogeinträge, natürlich in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

 

 

Vom Herzen

Eure Cristel       

 

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